UNSER RHEIN – rund um die Loreley

Unser  Rhein   oder:  Viel Wasser für wenig Geld

Die Oberfläche der Erde ist zu ca. 2/3 von Wasser bedeckt, überall fließen kleine und größere Bäche, Flüsse und Ströme, sind Badeseen und Kiesgruben, und den Bodensee und die vielen anderen natürlichen Seen dürfen wir auch nicht vergessen.

Nur auf der Modellbahn kommt WASSER eher selten vor, und große Wasserflächen sind die große Ausnahme. Dies kommt sicher daher, dass die Gießtechnik mit dem sog. Kunstwasser nicht jedermann/frau zusagt und nicht ganz billig ist.

Bei „unserem“ Rhein sind wir einen ganz anderen, preisgünstigeren Weg gegangen.

Sie brauchen        ein Grundbrett  (Material egal, billiges Holz genügt)

Raufasertapete in der Größe des  Grundbrettes

weiche, breite Pinsel

Abtönfarben, wie man sie fürs Streichen der Zimmerwände verwendet.

Bootslack oder anderen Klarlack

Holzleim

1. Schritt: Das Grundbrett

Dieses Brett aus beliebigem Holz muss kein großes Gewicht tragen, man sollte es dennoch gegen Durchbiegen sichern. Die Oberfläche muss nicht bearbeitet werden. Das Brett wird zugeschnitten in der Form des späteren Gewässers.

2. Schritt: Die Tapete

Die Tapete bildet die Wasseroberfläche. Wir verwenden Raufasertapete, die auf das Papier aufgetragenen Holzsplitter sollen die unruhige Wasseroberfläche nachbilden. Wir kleben die Tapete verkehrt herum auf die Grundplatte: Durch das Umdrehen wirken die Holzsplitter nicht mehr so scharfkantig und der Eindruck leichter Wellen im Wasser entsteht. Die Tapete ruhig bis zum Rand des Gewässers kleben, auf eine Gestaltung des Uferstreifens müssen wir noch keine Rücksicht nehmen, Gräser, Büsche und evtl. Sandbänke werden später auf die Wasserfläche aufgebracht.

3. Schritt: Die Wasserfläche

Wir streichen die Tapete mit ganz normalen, ruhig billigen Abtönfarben, wie man sie oft bei den Discountern findet. Wir mischen die Farben so, wie Wasser in der Natur aussieht… oder wie wir meinen, dass es aussieht. Am besten ist es, hinzufahren und sich einen Teich, Bach, Fluss „live“ anzusehen; Sie werden erstaunt sein über die vielfältigen Farben, die das Wasser zu haben scheint: Der Wald im Hintergrund “ liefert“ grün, der Himmel „steuert“ blau bei, die Schatten machen das Wasser grau usw….. Für unseren Rhein (Loreley) habe ich an mehreren Tagen Fotos gemacht – das ist von Hanau nicht weit weg, verbindet Modellbahn mit einem Familienausflug (kleiner Tipp: auf der LINKEN Rheinseite ist oben auf der Höhe ein Aussichtspunkt mit bester Sicht auf die Loreley und viele Kilometer Rhein, daneben ein nettes kleines Cafe – Öffnungszeiten siehe www.mariaruh.de).

Haben wir die Farben gemischt, dann geht es ans Streichen: Dabei arbeiten wir mit einem weichen breiten Pinsel und streichen die Farben nass in nass(!!), d.h. es dürfen am Rand des Farbauftrags keine Trocknungsränder entstehen (Wasser hat keine Ränder!). Bitte mit wenig Pinseldruck arbeiten, damit die Borsten keine Streifen hinterlassen.

Fertig?                   Wenn es gefällt, gut trocknen lassen. Wenn es nicht gefällt, trocknen lassen und noch einmal streichen – die Farbe ist billig, da kann man einen zweiten Versuch wagen…

4. Schritt: Der Glitzereffekt der Wasseroberfläche

Diesen Glitzereffekt bekommt man durch den Auftrag von Klarlack. Wir verwenden Bootslack, mit anderem Lack oder mit Spray haben wir keine Erfahrung. Auch hier zügig mit einem weichen breiten Pinsel arbeiten, um keine Spuren zu hinterlassen (gilt nicht nur für den „Tatort“ in der ARD…).                    Dann TROCKNEN  LASSEN!

5. Schritt: Gestaltung der Ufer und Wasserfläche

Erlaubt ist, was gefällt und was der Geldbeutel hergibt; in N sind Schiffsmodelle leider rar und nicht billig, für kleine Sportboote sollte der Etat aber reichen. Nicht vergessen, dass fahrende Boote Bug- und Heckwellen haben, die sich mit einem feinen Pinsel und weißer Farbe leicht nachbilden lassen. Figuren beleben die Szene, im Wasser, neben dem Wasser und auf dem Wasser, wenn sie nicht einfach rumstehen, sondern wenn sie etwas erleben, miteinander sprechen, streiten und und und… Vielleicht eine Sandbank, Büsche, Bäume, die ins Wasser ragen, treibende Holzstücke im Wasser – ob man einen Hai schwimmen lassen möchte, das muss jeder selbst entscheiden.

Sie haben noch die eine oder andere Frage? Sie wollen sich noch ein paar Anregungen holen? Bei den Eisenbahnfreunden dürfen Sie gerne „spionieren“, fotografieren, fragen, so viel Sie möchten. Nicht nur an den Modellbahntagen, sondern jeden Freitag ab ca.     20 Uhr. Kostenlos – aber für Sie und Ihre Anlage sicher nicht umsonst.

 

 

 

 

 

 

 

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