Spur N - Maßstab 1:160

Neue N – Anlage

Öfter mal was Neues, könnte man sagen. In den neuen Vereinsräumen entsteht zur Zeit eine neue Anlage in Spur N. Kaum war die N-Anlage im ehemaligen Kino-Raum im Rohbau betriebsbereit und die "Rundfahrten" funktionierten, der Spiegeltrick wurde von den Besuchern bewundert und Pläne für eine Erweiterung in eine lange, durch den Hauptraum mit den Sitzbänken führende Strecke geschmiedet – da kam uns der Umzug des Vereins "in die Quere".

In den neuen Räumen können wir eine N-Anlage bauen, die viele Wünsche eines Modellbahners erfüllt:
Im Vergleich zum Nordbahnhof ist die Fläche deutlich größer, vor allem hat sie keine Winkel und Trennwände, die umfahren oder durchstoßen werden müssen (sie erinnern sich an die alte Anlage, bei der unsere Züge "durch die Wand" fuhren)
Der neue Raum ermöglicht lange Strecken für lange Züge; der Maßstabs-Vorteil der Spur N kommt zum Tragen
Die wesentlich größere Länge der zur Verfügung stehenden Fläche ermöglicht einen Hauptbahnhof für den Durchgangsverkehr, Ein- und Durchfahrten sind möglich ohne "Spiegeltrick", zwei Hauptstrecken treffen sich im HBf und eine Nebenbahn zweigt ab.
Zwei große Schattenbahnhöfe speichern die Züge und sind von der Rückseite der Anlage leicht erreichbar.
Die Gestaltung der Landschaft kann im Vordergrund stehen, diese Absicht konnten wir in den alten Räumen nicht verwirklichen. Die Landschaft kann weiträumig sein, nicht so gedrängt, wie sie im Nordbahnhof aus Platzgründen hätte sein müssen, wenn man bei der letzten Anlage von der Möglichkeit, Landschaft zu bauen überhaupt sprechen konnte.

Wer die neue Anlage zum ersten Male sieht, dem wird auffallen, dass die unterste Ebene (Höhe 0) deutlich höher liegt als im Nordbahnhof. Auf diese Weise sollen uns die "Untergrund-Aktivitäten" erleichtert werden und wir wollen erreichen, dass der sitzende Betrachter die Züge in Augenhöhe an sich vorüber fahren sieht. Strecken oder gar Abstellbahnhöfe in diesem "Untergrund" sind nicht vorgesehen.

Zum Thema der Anlage heute nur so viel:
Zwei Hauptstrecken kreuzen sich im Bahnhof der im Mittelgebirge liegenden kleinen Stadt. Ein Stück weit begleitet ein kleiner Fluss die eine Hauptstrecke; er wird nur angedeutet und soll an Abschnitte im mittleren Maintal oder dem Mittelrheintal erinnern. Eine Nebenbahn erschließt die Höhen und bindet die Dörfer dort an die "große, weite Welt" an.
Eine genauere Beschreibung der Strecken ist in Arbeit, in einiger Zeit wird Ihnen eine historische Darstellung die ungewöhnliche Betriebssituation näher bringen – seien Sie gespannt.

Zum Schluss ein paar Hinweise zur Technik:
Der Betrieb der Anlage wird – nach und nach – digitalisiert. Die Weichen sind von Peco/Code 55, sie haben einen motorischen Antrieb (Conrad); als Schienenmaterial wird neben Peco-Gleisen auch Roco-Material verwendet.
In den Schattenbahnhöfen haben wir Fleischmann-Schienen und -Weichen verbaut, die uns von einem Gönner geschenkt wurden – an dieser Stelle herzlichen Dank für diese Spende.

Nicht zu unterschätzen ist der Arbeitsaufwand für eine Anlage dieser Größe. Die Entwicklung der Weichenstraßen, um alle gewünschten Fahrwege zu berücksichtigen, ist sehr aufwändig und bedarf großer Erfahrung; erst die akkurate Verlegung der Gleise ermöglicht eine ruckfreie Fahrt in Bögen und Geraden, braucht aber viel Zeit und Können. Hektik ist nicht angesagt, auch wenn die Termine drängen. Inzwischen, Ende Oktober 2011, haben wir beide Schattenbahnhöfe und die Hauptstrecken so weit fertig gestellt, dass wir Züge in Fahrt präsentieren können. Auch wenn der Schotter noch fehlt, so beeindrucken die langen Züge in den weit geschwungenen Bögen. Der Rheintal-Felsen (nach der Loreley im Mittelrheintal) steht an seinem Platz und wird in vorbildgerecht engem Bogen umfahren. Die Trasse der Nebenbahn ist bis zum Zwischenbahnhof fertig, bald können dort die Schienen verlegt werden. Der digitale Betrieb ist beim Einbau der Weichen und Streckengleise schon berücksichtigt; zur Zeit kann aber nur analog gefahren werden - zwei Trafos müssen genügen. Trotz dieser "unmodernen" Betriebsweise: Es ist wie eine Werbung für die Spur N, wenn man unsere langen Züge in weiten Bögen über die Strecken fahren sieht. Zuglängen von 2m (entspricht ca. 4m in H0) sind kein Problem, die Steigungen sind so bemessen, dass die Lokomotiven auch mit solchen Zuggewichten nicht überfordert sind. Man kann sich leicht ausmalen, was bei Doppeltraktion/Vorspann an Zuglängen möglich sein wird...

Falls Sie durch die Lektüre der Beschreibung Lust bekommen haben, mal rein zu schauen: Wir sind jeden Freitag ab 20.00 aktiv, auch in den Ferien; unser neues Domizil ist genau gegenüber vom Nordbahnhof in der Friedberger Straße 35 in 63452 Hanau. Selbstverständlich ist Ihr Besuch völlig unverbindlich – wir würden uns jedoch über Ihre Fragen, Vorschläge und Anregungen freuen.

Ein Text von Klaus-Peter Aigenmann

Link ins Archiv: N-Anlage im Nordbahnhof


Zuletzt aktualisiert am 28.10.2011

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