Eine neue Anlage entsteht
Nach dem Abriss der N-Anlage, die viele von Ihnen von dieser Internetseite kennen werden,
habe wir lange über einen Nachfolger diskutiert, geplant, verworfen und sind schließlich zum
folgenden Anlagenkonzept gekommen.
Dargestellt wird ein Bahnhof mit seinem Weichenvorfeld am Rande einer Großstadt. Die Trasse
liegt höher als das Straßenniveau (ähnlich Offenbach), auf der vom Betrachter abgewandten
Seite ist eine Straße mit den letzten Häusern des Ortes, im Vordergrund haben sich kleine
Gewerbebetriebe angesiedelt. Ein inzwischen zugewachsenes Gleis vor der Halle zeigt, dass der
Güterverkehr fast nur noch über die Straße abgewickelt wird (geplant ist an dieser Stelle der
Aufbau des Faller Car-Systems).
Die Hauptbahn biegt nach dem Verlassen der 4-gleisigen Bahnhofshalle mit dem Weichenfeld
rechts in einen Tunnel ein, wobei die Strecke der Vorortbahn unterquert wird. Die Vorortzüge
verkehren ab hier nur noch eingleisig, sie überqueren die Hauptbahn und fahren weiter ins
Umland, angedeutet durch eine gesonderte Tunneleinfahrt.
Kurz vor der Tunneleinfahrt teilt sich das Gleis der Vorortbahn. Hier können Module von
Kollegen (Nebenbahn, Bahnhof) an der rechten Seite der Anlage über eine herausnehmbare Brücke
angeschlossen werden. Ist dies nicht der Fall, endet das Gleis dazu stumpf an der Anlagenkante,
in diesem Falle arbeiten die Preiserlein am Abriss der Strecke...
Der Bahnhof hat eine 4-gleisige Bahnhofshalle; die Hauptbahn benützt die außen liegenden
Gleise, die Gleise der Vorortbahn liegen in der Mitte. Um lange Züge abfertigen zu können, sind
die Bahnsteige über das Hallendach hinaus verlängert. Da von Zeit zu Zeit von Dampflok geführte
Museumszüge verkehren, sind auf den Außenbahnsteigen noch Wasserkräne vorhanden.
Die Züge der Vorortbahn fahren entweder weiter ins Umland oder sie werden in einer kurzen
Abstellanlage für die Rückfahrt vorbereitet.
Die linke Seite der Anlage ist durch einen Spiegel abgeschlossen, Bahnhofshalle und
Gleisvorfeld werden dadurch optisch verlängert, zugleich wird auch das Empfangsgebäude
"gedoppelt", das sich erhöht quer zu den Gleisen an der linken Seite befindet.
Die Stadt/das Umland werden durch den 9-gleisigen Abstellbahnhof im Nebenraum hinter der
Wand imitiert. Das Abbiegen der Züge in den Abstellbahnhof erfolgt auf der linken Seite der
Anlage - für den Betrachter unsichtbar - an der hinteren Seite der Bahnhofshalle, dazu wurde
ein Teil der Seitenwand entfernt. Auf der rechten Seite der Anlage wird der Abstellbahnhof durch zwei Tunneleinfahrten
erreicht. Im Abstellbahnhof werden die Züge nicht gewendet, es findet also ein Ringverkehr statt.
Der Fahrzeugeinsatz ist variabel, alle eingesetzten Züge sollen jedoch zeitlich zueinander
passen. Ein echter Oberleitungsbetrieb ist nicht vorgesehen, es werden aber auch E-Loks oder
elektrische Triebzüge eingesetzt.
Die meisten Personenzüge halten am Bahnhof, die Güterzüge fahren durch, eine Überholung
findet nur im Abstellbahnhof statt.
Für den Vorortverkehr werden Züge der Baureihe 420 oder ähnliche eingesetzt, die als
Doppeleinheit gefahren und auch abgestellt werden können.
Im Bahnhofsvorfeld finden über das Wenden der Vorortzüge hinaus keine Rangierbewegungen
statt.
Als Schienenmaterial wird im sichtbaren Bereich Peco Code 55 verwendet, im Abstellbahnhof
kommt auch Roco-Material zum Einsatz. Bei den Kurven achten wir auf möglichst große Radien,
dazu verwenden wir Weichen mit flachem Abzweigwinkel, um ein eher gleitendes Fahren ohne
abrupte Richtungswechsel zu erreichen.
Der Betrieb soll automatisch ablaufen, es kann aber auch per Hand gefahren werden. Der
Fahrstrom wird digital geregelt, die Fahrzeuge selbst müssen nicht auf den Digitalbetrieb
umgerüstet werden. Durch Soundbausteine werden die Betriebsgeräusche imitiert.
Die Anlage soll auch bei laufender Filmvorführung betrieben werden; es bietet sich an,
einen fotorealistischen Tag-Nacht-Hintergrund von JoWi zu verwenden oder eine andere
Helligkeitssteuerung einzusetzen.
Für Nachfragen und Anregungen stehen wir Ihnen an unseren Vereinsabenden gerne zur Verfügung.
Ein Text von Klaus-Peter Aigenmann